Nach dem Scheitern von Sanchez in 2 Wahlgängen

Drei Monate nach den spanischen Nationalwahlen am 28. April 2019 hat der sozialistische Wahlsieger und PSOE-Parteichef Pedro Sanchez noch immer keinen Partner für die von ihm geplante Minderheiten-Regierung gefunden. Noch schlechter sind die vermeintlichen Verhandlungen mit der linken Protestpartei Podemos und ihrem Parteichef Pablo Iglesias ausgegangen. Es gibt weder eine Kooperation noch eine Koalition, nicht einmal eine Duldung eines linken Parteichefs Sanchez. Vielmehr hat der Wahlverlierer Iglesias den Wahlgewinner Sanchez einmal mehr  – wie schon 2016 – mit unerfüllbaren Forderungen vor sich her getrieben.

Sanchez ist in zwei Wahlgängen im spanischen Abgeordnetenhaus grandios gescheitert und konnte außer seinen PSOE-Abgeordneten nur einen einzigen weiteren Abgeordneten von den Kanarischen Inseln für sich und seine Pläne als künftigen Regierungschef gewinnen. Erfolgreiche (Koalitions-)Verhandlungen sehen anders aus. 

Nun hat Sanchez zwei Monate Zeit, um doch noch eine Regierung zu bilden. Sollte ihm das nicht bis zum .23. September 2019 gelingen, müssen die Spanier – vermutlich am 10. November 2019 –  erneut wählen gehen.